Ebend bin ich über einen interessanten Headliner gestoßen, darin heisst es "zu intelligent für Sex ?". Das brachte mich dann etwas ins grübeln und ich möchte sie nun an meinen Gedanken teilhaben lassen und Sie vielleicht auch zum grübeln anregen. Haben intelligente Menschen weniger Antrieb zum Sex weil sie so intelligent sind ? Stehen sie über dem Triebverhalten ? Ist die Sexualität wie wir sie kennen noch ein Relikt aus der animalischen Zeit, wo noch kein TV erfunden wurde ?
Gestolpert bin ich auf die Headline eigentlich in einem Kulturblog, es geht dabei um Kabarett und die Entlarvung der üblichen Klischees, warum es akademische Frauen schwerer haben einen Mann zu finden. Wer Interesse an etwas Kabarett hat, möge diesem Link folgen.
Doch nun, zurück zum eigentlichen Thema, intelligente Menschen und Sex. Man sagt ja im allgemeinen erreicht der Mensch mit 25 seinen körperlichen Zenit, das heisst, um die 25 hat er die größte körperliche Leistungsfähigkeit, ab dann geht es bergab. Während der Zenit der geistigen Reife erst mit 50 erreicht ist. Ob dies nun stimmt, kann ich erst mit 75 beantworten, jedenfalls war es das, was man uns in der Schule beigebracht hat. Die geistige Entwicklung schreitet ja mit jeder Generation mehr oder weniger vorran. Da der Fortschritt auch in den Bereichen Medizin, Gesundheit und Ernährung einzug hält, bekommen wir Menschen geistig qualitativ hochwertigere Kinder (naja bei manchen bin ich mir nicht so sicher).
Was unterscheidet nun geistige Überflieger von den Tieffliegern ? Ich würde einfach mal behaupten, intelligenten Menschen stehen einfach mehr Türen offen, sie haben mehr Interessen und daraus herraus auch mehr Motivation für andere Dinge. Man findet sie selten in Clubs und Discos oder auf irgendwelchen Szeneparties, nein diese Menschen gehen allein in ihrem Schaffen auf. Für sie könnte der Tag einfach nicht lang genug sein, sie haben ständig das Gefühl etwas schaffen zu müssen, sie sind leistungsstark und sehr in ihrem tun vertieft. Für sie ist Sex eher eine Lästigkeit, die sie von ihrem "Lebenswerk" abhält. Überhaupt kommen bei ihnen oft die "menschlichen" Belange zu kurz. Familie und soziale Interaktion tritt dabei meist in den Hintergrund, so kommt auch ihr Sexualleben zu kurz, was ihr Leben keinesfalls unerfüllter macht. Denn sie haben ja nicht den Trieb wie die meisten, sie denken nicht an Sex sondern an ihr Werk, an ihr Schaffen.
Sind solche Menschen besser als die anderen "Sexbesessenen" ? Nein, denn es geht um das Leben an sich. Jeder sollte sein Leben so gestalten wie er es für richtig hält, sowie es ihn glücklich macht. Denn man hat nur eine begrenzte Zeit bis zum Verfall. Das große Ganze im Universum und Bewusstsein wird eh kein Mensch begreifen, vielleicht erfahren wir es nach dem Tod, bis dahin sollte jeder einfach versuchen glücklich zu sein und vielleicht auch andere Menschen glücklich machen. Etwas zur Existenz uns aller beitragen kann jeder, ob dies nun positiv oder negativ ist liegt bei jedem selbst. Wir sollten solche geistigen Überflieger aber auf keinen Fall meiden, denn sie sind es, die für Fortschritt und Komfort sorgen. Sie sind es die zu neuen Gedanken anregen und das jetzt gern mal auf den Kopf stellen. Sie ergänzen unsere Gesellschaft, was uns aber längst nicht vollkommen macht, aber sie helfen uns den Weg dorthin zu beschreiten.
Es gab auch mal einen Beitrag bei heise, wo man das Thema schon einmal zerpflückte, zum Thema Sex und I.Q. Hier mal ein Auszug:
Intelligente Menschen investieren ihre Zeit mit Absicht in andere Dinge.
Intelligente Menschen scheuen sich stärker vor Risiken (Schwangerschaft, Sexualkrankheiten).
Intelligente Menschen sind eher religiös/konservativ.
Intelligente Menschen haben einen schwächer ausgeprägten Sexualtrieb.
Intelligente Menschen sind tendenziell körperlich unattraktiv.
Ebenso unausgegoren wirkt eine weiter von Malloy angeführte Statistik, und zwar die Jungfern-Häufigkeit beim Wellesley-College gemäß Fach. Das Wellesley-College ist eine reine Frauen-Hochschule, aber dennoch scheinen die Künstlerinnen genug externe Kontakte zu haben (0% Jungfrauen). Die Mathematikerinnen haben vor lauter Beweisen keine Zeit für Sex (83%). Soweit, so gut. Aber wer hätte gedacht, dass es ausgerechnet bei der Informatik besonders wenige unberührte Studentinnen gibt (40%)? Dass Neurowissenschaftlerinnen oft Erfahrungen mit massiven Endorphinausschüttungen haben (25% Jungfrauen), dagegen Chemikerinnen/Biochemikerinnen spröde wie Mathematikerinnen sind (83%)?
Quelle: Heise.de
Da das Thema für mich nun doch recht interessant ist, habe ich mich mal weiter umgelesen was andere Menschen zum Thema Sex und Intelligenz zu sagen haben.
Aber es geht noch weiter, hier wird das Thema von einem Collegeprofessor aufgegriffen, in der "Welt" fand ich folgendes:
Eine Studie zur Sexualforschung an Jugendlichen belegt: Wer überdurchschnittlich schlau oder hochbegabt ist, lässt sich mehr Zeit beim ersten Mal. Weniger schlaue Jugendliche haben da geringere Hemmungen. Der amerikanische Professor Tyler Cowen stellt auf der englischsprachigen Internetplattform "Gene Expression" zwei Studien vor, die sich mit dem Sexualverhalten junger Menschen in den USA im Verhältnis zu ihrem Intelligenzquotienten auseinandersetzen. In einer der beiden Studien geht es um Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren und in der zweiten werden junge College-Studenten ab dem 19. Lebensjahr unter die Lupe genommen.
Quelle: Die Welt
Nachdem ich ein paar Artikel über Sex und Intelligenz gelesen habe, ist meine Sicht der Dinge doch garnicht so verkehrt. Der Professor Tyler Cowen übertreibt es jedoch etwas, er stellt intelligente Menschen als weniger attraktiv hin. Ich finde dabei, erst Intelligenz macht einen Menschen richtig attraktiv. Das intelligente Menschen andere Dinge im Kopf haben als nach der neusten Mode zu gehen und sich über Schminktips auszutauschen steckt ja in der Natur des ganzen, sie leben in ihrer Arbeit und ihrem tun. Schliesslich möchte ich ja auch zwischen dem Sex jemanden zum Reden haben. Sex kostet auch, meiner Meinung nach, einfach zuviel Kraft, diese man in andere Dinge investieren kann. Aber das kann jeder halten, wie er es für richtig hält. Ich kann dem Professor in seinen Ausführungen und Meinungen leider nur bedingt zustimmen, ein Titel sagt halt leider noch nichts über Intelligenz aus...
Das Menschen mit hohem IQ weniger Sex haben, liegt vielleicht auch eher daran das Menschen mit niedrigem IQ sich eher eingeschüchtert fühlen und ihre Belange dadurch als kleingeistig erscheinen lassen. Die Attraktivität spaltet sich ja am IQ Hauptsächlich am Erscheinungsbild. Da Menschen mit kleinerem IQ sich mehr Gedanken um Haare, Kleidung und Makeup machen als Menschen mit mehr geistigem Potential. Was wieder dazu führt, das man sie dadurch gut auseinander halten kann und sich diese Menschen meist meiden, da ihnen der gemeinsame Nenner fehlt.
Dies war nun meine Meinung zu Sex und Intelligenz, was sagen Sie dazu ?
Kommentare